
Phytotherapie
Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) in der Tiermedizin nutzt Pflanzen, Pflanzenteile oder deren Inhaltsstoffe zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten bei Tieren. Wir setzen sie oft als wissenschaftlich fundierte Ergänzung zur Schulmedizin ein, um Nebenwirkungen zu reduzieren oder die Heilung zu unterstützen.
Wichtige Aspekte der Misteltherapie in der Tiermedizin:
In der Phytotherapie bei Kleintieren ist die Unterscheidung zwischen Hund und Katze entscheidend, da der Stoffwechsel von Katzen bestimmte Pflanzenstoffe anders verarbeitet als der von Hunden.
Wichtige Unterschiede zwischen Hund und Katze
Der größte Unterschied liegt in der Glukuronidierung: Katzen fehlt ein Enzym in der Leber, um bestimmte Stoffe (insbesondere Phenole und ätherische Öle) schnell abzubauen.
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Hunde: Vertragen die meisten Kräuter in moderaten Mengen gut. Beliebt sind Brennnessel zur Entgiftung oder Petersilie und Rosmarin als Nahrungsergänzung.
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Katzen: Sind wesentlich empfindlicher. Viele ätherische Öle (z. B. Teebaumöl) können für sie hochgiftig sein. Auch Mitglieder der Lauchfamilie wie Knoblauch oder Schnittlauch sind gefährlich, da sie die roten Blutkörperchen schädigen.
Häufige Einsatzgebiete und Heilpflanzen
Pflanzliche Mittel werden bei Kleintieren oft ergänzend zu klassischen Behandlungen eingesetzt:

Anwendungsbereich | Heilpflanzen (Beispiele) | Wirkung |
|---|---|---|
Verdauung | Melisse, Fenchel | Krampflösend |
Hautprobleme | Kamille, Ringelblume | Heilungsfördernd |
Entzündungen | Brennnessel | Entgiftend, stärkend |
Angst und Unruhe | Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Katzenminze | Beruhigend, angstlösend |
