
Nosoden und Auto-Nosoden
In der Tiermedizin werden Nosoden und Autonosoden ähnlich wie in der Humanmedizin als homöopathische Reiztherapie eingesetzt, um das Immunsystem von Hunden, Katzen oder Pferden zur Selbstheilung anzuregen.
Nosoden bei Tieren
​
Nosoden werden in der Tierheilkunde häufig bei chronischen oder wiederkehrenden Infektionen eingesetzt, um „Therapieblockaden“ zu lösen.
​
-
Anwendungsbereiche: Unterstützung bei chronischem Katzenschnupfen, Borreliose oder zur Ausleitung nach Impfungen.
-
Kein Impfersatz: Fachverbände betonen, dass Nosoden kein Ersatz für schulmedizinische Impfungen (z. B. Tollwut) sind, auch wenn sie manchmal fälschlicherweise zur „homöopathischen Prophylaxe“ beworben werden.
-
Darmnosoden: Diese werden speziell bei einer gestörten Darmflora (Dysbiose) eingesetzt, um das bakterielle Gleichgewicht im Tierdarm wiederherzustellen.
​
Autonosoden (Eigennosoden) für Tiere​
​
Diese werden individuell aus körpereigenem Material des jeweiligen Tieres hergestellt.
​
-
Gewinnung: Häufige Ausgangsstoffe sind Eigenblut, Eiter aus Abszessen, Nasenschleim oder Hautkrusten.
-
Einsatzgebiete: Besonders bewährt haben sie sich bei hartnäckigen Hauterkrankungen, Allergien (z. B. Sommerekzem beim Pferd) und Autoimmunerkrankungen.
-
Geschichte: Der Tierarzt Johann Joseph Wilhelm Lux gilt als Pionier; er behandelte bereits 1820 Tiere mit potenzierten Sekreten gegen Krankheiten wie Rotz und Räude.
