
Misteltherapie
Die Misteltherapie ist eine komplementärmedizinische Behandlungsmethode in der Tiermedizin, die vor allem als unterstützende Therapie bei Krebserkrankungen von Hunden, Katzen und Pferden eingesetzt wird. Sie zielt darauf ab, das Immunsystem zu stärken, die Lebensqualität zu verbessern und das Tumorwachstum zu hemmen. Die Anwendung erfolgt meist durch Injektionen.
Wichtige Aspekte der Misteltherapie in der Tiermedizin:
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Wirkungsweise: Mistelextrakte (z.B. Viscum album) enthalten Lektine und Viscotoxine, die das Immunsystem stimulieren und den programmierten Zelltod (Apoptose) in Tumorzellen fördern können.
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Einsatzgebiete: Sie wird ergänzend zu konventionellen Behandlungen wie Operation, Chemo- oder Strahlentherapie genutzt, um Nebenwirkungen zu lindern.
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Anwendung: Die Präparate werden in der Regel subkutan (unter die Haut) injiziert, teils sind auch orale Darreichungsformen (Tropfen) möglich. Die Behandlung kann über Monate oder Jahre erfolgen.
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Tierarten: Die Therapie wird bei verschiedenen Tierarten, insbesondere bei Hunden und Katzen angewendet.
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Vorteile: Neben einer potenziellen Lebensverlängerung wird häufig eine Verbesserung des Allgemeinbefindens, gesteigerter Appetit und eine Stabilisierung des Gewichts beobachtet.
Es wird empfohlen, die Misteltherapie immer in Absprache mit einem Tierarzt durchzuführen, um die Diagnose zu sichern und das passende Therapie-Schema festzulegen. Auch wenn klinische Erfahrungen vielversprechend sind, wird sie meist als begleitende Maßnahme verstanden.
